Neue Klub-WM ab 2021

Das FIFA-Council hat in Miami die Einführung einer neuen Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften beschlossen. FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht die Entscheidung als Meilenstein für den Fußball. Im Sommer 2021 wird das Turnier erstmals als „Pilotprojekt“ ausgetragen.

Zukünftig wird die neu gestaltete Klub-WM mit 24 Mannschaften gespielt. Momentan gibt es nur sieben Teilnehmer. Die aufgestockte FIFA Klub-WM ist der Ersatz für den bisherigen Confed-Cup für Ländermannschaften. Es gibt Pläne für eine weltweite Ausdehnung der Nations League. Acht europäische Teams sollen nach dem Willen des Councils künftig an dem Klub-Wettbewerb teilnehmen. Ursprünglich sollten es zwölf sein. Doch speziell in Europa gibt es Widerstand gegen das neue Projekt. Aus Afrika, Asien und Nord- und Mittelamerika sollen drei Mannschaften an den Start gehen. Südamerika bekommt sechs Plätze und Ozeanien wird von einem Verein vertreten.

Höhere Belastung für Vereine und Spieler

Als Hauptargument gegen die Reform der WM wird vor allem die erhöhte Beanspruchung der Fußballspieler und der Clubs angeführt. Das Klub-Turnier soll nach den Plänen des Weltverbandes genau ein Jahr vor der globalen Meisterschaft für Nationalmannschaften als WM-Test ablaufen. Als Konsequenz müssten die Spitzenspieler in Zukunft ohne Pause durchspielen. Der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel bemängelte die fehlende Anpassung der Klub-WM an den internationalen Terminkalender. Er forderte einen Schutz der Interessen von Vereine und Spieler. Bereits 2016 wurde die Europameisterschaft von der UEFA auf 24 Mannschaften aufgestockt. Auch die FIFA plant eine Erweiterung der Teilnehmerzahl für die Länder-WM. Experten fürchten durch die erhöhte Strapazierung der Kicker einen Qualitätsverlust der Turniere. Phasen der Regeneration würden zunehmend verkürzt und die Gefahr für Verletzungen bei Top-Spielern ansteigen. Auch könnte die steigende Inanspruchnahme die Fußballer in ihren Leistungen einschränken und damit die sportliche Konkurrenzfähigkeit ihrer Vereine.

Wettanbieter und die Klub-WM

Große Events wie WM und EM versetzen die Fans in Euphorie. Davon profitieren auch die Dienste für Sportwetten. Speziell bei den großen Fußball-Meisterschaften nimmt die Wettbereitschaft enorm zu. Ein zusätzliches Großereignis dürfte diesen Effekt verstärken. Die Wettanbieter versuchen diesen Umstand zu nutzen, um neue Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. Die Anbieter könnten mit einem weiteren Turnier im Sommer die Zeit ohne Weltmeisterschaft, Europameisterschaft oder Bundesliga überstehen. Die neue Klub-WM würde sich wohl positiv auf das Geschäft der Buchmacher auswirken.
Doch auch der Spieler kann in dieser Zeit profitieren. Denn bei solchen Events werden wieder Bonuscodes an potenzielle Spieler ausgegeben. Wie bei jedem großen Turnier, wird es sicherlich auch bei einer Klub-WM auf bekannten Portalen wie wettbonuscode.de, nur so vor Angeboten wimmeln.

Proteste gegen die Klub-WM

Der europäische Fußballverband UEFA sieht die neue Klub-WM kritisch und fürchtet eine Konkurrenz zu ihrer UEFA-Champions-League. Die Vereinigung der europäischen Vereine (ECA) drohte zuerst mit einem Boykott des Wettbewerbs. Inzwischen hat die ECA verkündet, unter bestimmten Bedingungen an dem Turnier teilzunehmen. Die ECA fordert eine Neugestaltung des internationalen Terminkalenders und eine Änderung der Abstellzeiten für die Nationalspieler. Sie wollen ihre Spieler entlasten. Vertreter der Vereine Real Madrid und Bayern München äußerten sich mittlerweile positiv über die Reform der FIFA. Vor allem die großen, europäischen Spitzenvereine sind wichtig als Aushängeschild für die neue Klub-WM.

Fazit

Die FIFA hat einen umstrittenen internationalen Großwettbewerb auf den Weg gebracht. Der Verdacht liegt nahe, dem Weltverband geht es bei dem neuen Fußball-Turnier in erster Linie um kommerzielle Interessen.

Vor allem diejenigen die mit dem Fußball Kasse machen wollen, dürften von der Reform der Klub-WM profitieren. Durch ein zusätzliches Großereignis besteht aber auch die Gefahr einer „Übersattigung“ beim Fußball-Fan. Ob die ansteigende Belastung für Vereine und Spieler den Sport qualitativ positiv beeinflußt, ist ebenso fraglich. Eine seriöse Beurteilung der Reform der Fußball-WM für die Klubs ist wohl erst in ein paar Jahren möglich.